Lachen ist die beste Medizin

Lachen ist die beste Medizin

Clowns der "Roten Nasen" heitern nicht nur Patienten im Krankenhausalltag auf, sie leisten auch unglaubliche Dienste bei der Begleitung kleiner Patienten in den Operationssaal. Foto: Sabine Gottschalk

Große BlickPunkt- und BB Radio-Spendenaktion: "Roten Nasen" als OP-Begleiter

Bereits zum fünften Mal rufen BlickPunkt und BB Radio gemeinsam mit dem Freundes- und Förderkreis des Klinikums Ernst-von-Bergmann in Potsdam eine große Spendenaktion für die Kinderklinik des Klinikums Westbrandenburg ins Leben. Nachdem im vergangenen Jahr der größte Wunsch des am Klinikum angesiedelten Sozialpädiatrischen Zentrums, die Unterstützung der Musiktherapie durch die Anschaffung dafür erforderlicher Musikinstrumente, in Erfüllung gegangen ist, wenden wir uns diesmal den "Roten Nasen" zu.

Die Clowns der "Roten Nasen" besuchen Kinder und ältere Menschen schon seit vielen Jahren im Krankenhaus. Seit 2018 haben sie im Potsdamer Klinikum Ernst-von-Bergmann ein neues Programm als Pilotprojekt aufgelegt: Ein Clown begleitet Kinder, die operiert werden müssen, bis in den Operationssaal, und darf damit länger bei den kleinen Patienten bleiben als die eigenen Eltern. Wie erfolgreich das Projekt ist, zeigt sich an den begeisterten Reaktionen nicht nur der Kinder, sondern auch der Eltern und des beteiligten Krankenhauspersonals. Die Anwesenheit der Clowns lenkt nicht nur von trüben Gedanken ab, sie nimmt den kleinen Patienten auch die Angst vor dem, was ihnen im OP-Saal bevorsteht und was sie selbst nicht einschätzen oder verstehen können.


Clowns nehmen die Angst vor dem OP-Saal

Apparaturen, fremde Menschen in ungewohnter Kleidung mit Masken vor dem Gesicht, Geräusche und Gerüche, die die Kinder nicht hören - dank der Präsenz der Clowns verschwindet all das von den Augen der Kinder und die Roten Nasen rücken mit ihrem einfühlsamen Spiel in den Vordergrund. Einmal in der Woche freitags ist ein Clown oder eine Clownin ab 6 Uhr morgens im Klinikum und begleitet die Kinder, für die an diesem Tag ein Eingriff vorgesehen ist. Natürlich nur, wenn Kind und Eltern Clowns mögen und sich auf die Unterstützung einlassen wollen. Für die speziell ausgebildeten Mitarbeiter der Roten Nasen ist das jedes Mal eine große Herausforderung, denn in der Regel kennen sie weder das Kind, noch - trotz eingehender Besprechungen mit dem medizinischen Personal - allzu viel von dessen Vorgeschichte. Die größte Unbekannte ist jedoch die Reaktion der kleinen Patienten, für die die Situation oft neu ist.


Improtheater zum Wohl der Patienten

Darauf muss sich jeder Clown spontan einstellen: Die Clownerie wird zum Impro-Theater für einen einzelnen, ganz speziellen Zuschauer und muss bei jedem Kind an dessen Ängste und Nöte angepasst werden. Und eine solche "Vorstellung" zu meistern, brauchen alle Mitarbeiter der Roten Nasen immer wieder Schulungen und Supervisionen, auch um ihre eigenen Emotionen im Griff zu haben. In den kommenden Wochen stellen wir beteiligte Clowns vor, erzählen von ihrer hochspezialisierten Ausbildung, sprechen mit Ärzten und Pflegepersonal auf der kinderchirurgischen Station und lassen uns von Kindern und ihren Eltern über die Erfahrungen mit der Clownbegleitung berichten. Lassen Sie sich überraschen und mitreißen von einem Projekt, das in der modernen Krankenhauswelt, in der knappe Kassen und Personalmangel oft wenig Zeit für das Menschliche lassen, eine Lücke stopft und Kindern ihre Angst vor Neuem und Ungewohntem nimmt. sg 

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